NEWS - 17.06.2010
SOMMER-TEACHING vom 18.-20. Juni 2010

THEMA: Dhagpo Rinpoche’s (Gampopa) Lam-cho...

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SEINE HEILIGKEIT DER XVII. GYALWANG KARMAPA OGYEN TRINLEY DORJE

Der Karmapa

  

VERBINDUNG: klick den Banner oben oder www.karmapa-teachings.org

KARMAPAZURICH2010: ABGESAGT!  Für Informationen hier klicken

NEUERSCHEINUNG: HERZENSRAT DES KARMAPA - das neue Buch in deutscher Übersetzung

  Dieses Buch vermittelt Erkenntnis und Weisheit eines lebenden Buddhas. Der gegenwärtige, der XVII. Gyalwang Karmapa, Ogyen Trinley Dorje, vertritt eine neue Generation spiritueller Meister. Er engagiert sich auf der Grundlage der authentischen tibetisch-buddhistischenLehren für eine neue Ethik universeller Verantwortung. Mit seinen Lehrreden, Interviews, Dichtungen und Gesängen widmet sich dieser junge Meister zeitgemäßen Themen, wie Wertschätzung der Umwelt, Entwicklung von liebevoller Güte und Mitgefühl, Verständnis von Handlung und seinen Folgen, Respektieren anderer religiöser Traditionen. Eine Auswahl von Gesängen, Essays und Dichtungen vorhergehender Karmapas ist ebenfalls in dieser Sammlung enthalten.
Sie erlaubt einige Einblicke in das reichhaltige Vermächtnis dieser lebenden Buddhas durch die Jahrhunderte hindurch.
»Herzensrat des Karmapa« verfasst vom XVII. Gyalwang Karmapa, Ogyen Trinley Dorje
Broschürt 208 Seiten, € 14,00 ISBN 978-3-933558-03-9
   


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28. Mai 2010, Teaching per Live Webcast Seiner Heiligkeit - Wortlaut

"Seit 2500 Jahren gibt es immer noch die Lehren des Buddha; heute Abend werde ich über den Dharma sprechen, wie er von Buddha gelehrt wurde. Nicht nur der Buddha-Dharma, sondern alle großen Religionen dieser Welt und andere spirituelle Traditionen waren für viele Menschen von großer Hilfe, ihrem Geist und der Welt Glück und Frieden zu bringen und in dieser Gesellschaft in Harmonie zu leben. Besonders der Buddha-Dharma ist auf ein Verständnis von Interdependenz, also von wechselseitiger Abhängigkeit und auf ein Verständnis von Mitgefühl gegründet; es sind dies die Wurzeln dieser Lehren. Und diese sind nicht bloß eine Philosophie, sondern es handelt sich dabei immer um etwas, das die Menschen auch mit anderen fühlenden Wesen zusammenbringt. Wenn wir also von Interdependenz, von wechselseitiger Abhängigkeit sprechen, so sind wir Menschen, um zu überleben, abhängig von Wasser, von Atemluft, Nahrung, Kleidung und anderen grundlegenden Bedürfnissen, die alle wieder von vielen anderen Dingen abhängig sind. Diese Dinge stellen sich nicht einfach ein, sobald wir geboren sind. Wir bekommen sie nicht ohne jedwede Anstrengung. Wir brauchen positive Beziehungen, und Bedingungen, die in Ordnung sind. Gute Bedingungen und Aspekte hängen von vielen anderen Dingen ab, daher müssen die Menschen sich auf andere Dinge stützen. Diese Art wechselseitigen Abhängigseins geht nicht ohne Bemühung, kommt nicht ohne entsprechende Ursachen und Bedingungen zustande. Es handelt sich um Kreisläufe von Ursachen und Bedingungen, um Karma oder Interdependenz. Der Hauptpunkt des Verständnisses hier ist, dass wir überleben, indem wir uns auf andere Dinge stützen. Darauf basierend lehrte der Buddha die Sichtweise. Die Menschen haben die Fähigkeit zu wissen, was sie annehmen müssen und wovon sie frei werden müssen. Bezüglich der Dinge, auf die wir uns stützen müssen, haben wir ein System des Verständnisses, was zu tun ist und was nicht zu tun ist. Aber es ist nicht sehr weit und umfassend, viele Dinge sind nicht beinhaltet in diesem System dessen, was wir tun sollen und was wir nicht tun sollen. Tiere werden umgebracht, wir verstehen nicht, was hier am besten zu tun oder nicht zu tun ist. Oder bezüglich der uns umgebenden Umwelt, auch dies schließt dieses System nicht ein. Unser Verständnis ist nur auf unsere persönliche Erfahrung gegründet: Wenn wir Schmerz empfinden, dann verstehen wir, was zu tun ist, aber das ist auf Selbst-Zentriertheit gegründet. Es ist wichtig zu verstehen, dass wir dieses Verständnis in einen weiteren Kreis bringen müssen. Denn wenn wir das fertig bringen, dann können wir diesen Nutzen zu wissen, was richtig oder falsch ist, anderen fühlenden Wesen auf dieser Erde zukommen lassen, ja im ganzen Universum. Wenn wir über Moral und Ethik sprechen, dann sprechen wir über eine Verantwortung, die wir tragen und die wir selbst spüren. Nicht einfach als eine Philosophie, sondern dass wir fähig sind, uns in die Lage anderer zu versetzen, als würden wir es selbst fühlen. Es geht dabei insbesondere um liebende Freundlichkeit und Mitgefühl. Es ist doch so: Ich möchte weder Leid noch Schmerz erfahren, ich möchte Glück und große Freude erfahren, und allen anderen ergeht es ganz genau so. Wenn diese Dinge aber anderen geschehen, dann spüren wir das nicht ebenso. Was wir mit liebender Freundlichkeit und mit Mitgefühl zu erfahren versuchen ist, andere so zu erfahren als wären sie wir selbst. Andere haben Schmerz, und wir erfahren es, als würde es uns selbst geschehen, damit wir ihr Leben verstehen können und in uns liebende Freundlichkeit entstehen lassen. Menschen sehen es manchmal als schwierig an, wenn sie daran denken, dass wir vom Glücklichsein und Unglücklichsein anderer Menschen berührt und betroffen sein sollen. Sie sehen das Leiden als die endgültige Sache, das Resultat, das Ende. Wir sollten Leiden oder Schmerz nicht als endgültige Antwort sehen, sondern als eine Frage. Wenn wir zum Beispiel irgendwelche Probleme haben, irgendeine neue Situation, dann sollten wir uns nicht einfach hoffnungslos fühlen wie "So ist es also, nichts zu machen." Alternativ dazu können wir es einfach als eine neue Sache nehmen, und neuen Mut aufbringen, wie man entsprechendes Wissen oder eine unterschiedliche Herangehensweise finden kann, das Problem zu verstehen und zu hinterfragen. Es ist wichtig, diese beiden unterschiedlichen Weisen, Leiden zu betrachten, zu unterscheiden. Einer sieht Leiden als endgültig, der andere sieht es so, sich zu fragen: Wie kann ich etwas tun und Mut fassen, um es zu überwinden. Dies betrifft mein eigenes Leiden wie auch das anderer. Es ist wichtig, dies als einen Test zu nehmen, wie wir dieses Verständnis in unsere Erfahrung hineintragen können.

Viele Menschen glauben, dass Glücklichsein und Zufriedengestelltsein etwas ist, das sich daraus herleitet, dass wir Leiden oder große Probleme loswerden, und dass wir irgendetwas Großes und Befriedigendes erlangen, ein großes Ergebnis oder einen großen Erfolg, eine große Errungenschaft, und nur im Falle, dass wir dies bekommen oder erreichen, fällt uns auch Glück zu. Ich fühle, dass dies nicht der Fall ist. Wir müssen verstehen, dass unsere wahre Natur unser Frieden und unser Glück ist; in dieser regulären, grundlegenden Daseinsweise liegt unser Glück. Wir müssen nicht große negative Dinge loswerden, um glücklich zu sein. Zum Beispiel atmen wir jeden Tag, jeden Augenblick. Wenn wir nicht atmen, können wir nicht leben. Was wir atmen ist Sauerstoff. Das geht nicht von selbst. Es geschieht aufgrund von Ursachen und Bedingungen und Schritten, dass wir atmen können. Atmen ist nichts Zufälliges, es kommt von Ursachen und Bedingungen. Dass wir leben können, ist etwas wunderbar Erstaunliches. Wir müssen uns glücklich fühlen, dass wir es können. In unserem Leben ist es nicht möglich, dass wir keinerlei Leiden haben, und selbst wenn es so wäre, würde die Zeit es ändern und Probleme würden auftauchen. Es ist möglich, dass wir leiden, und auch das wird sich ändern. Das ist normal. Was wir verstehen müssen ist, wie die Dinge sind. Auf entspanntere Weise lasst uns zur Ruhe kommen, und wir sollten uns natürlicher und zufriedener fühlen mit dem, was wir sind. Ganz allgemein ändert sich alles, aber die grundlegende Natur von allem ändert sich nicht. Unser Glücklichsein ändert sich, ebenso unser Unglücklichsein, aber die Natur von beidem ändert sich nicht. Es ist wichtig, dass wir in der grundlegenden Weise ruhen, wie die Dinge sind. Wenn wir zum Beispiel zum Büro fahren, und wir stecken in einem Verkehrsstau und sind spät dran: Wir können wütend werden, und wenn wir uns von dieser Emotion mitreissen lassen, können wir mehr Leid hervorrufen. Ob die Situation eine wichtige oder eine weniger bedeutende ist, die Situation selbst ist nicht die Hauptsache. Entscheidend ist, wie sehr wir uns darauf konzentrieren, wie sehr wir darauf reagieren, und in welcher Weise wir darauf reagieren. Es ist für jeden wichtig, unserem eigenen Geist Frieden zu schenken, und das bedeutet, unseren Geist sein zu lassen. Ruhe in dem, was ist. Wir lassen uns nicht von irgendeiner plötzlichen Emotion oder Reaktion mitreißen und forttragen, sondern lassen unseren Geist so ruhen, wie er ist. Das ist die einzige Art und Weise, unserem Geist Glück zu bringen, es gibt keinen anderen Weg.

Heute ist der Vollmondtag von Saga Dawa, so wie gestern auch, und so möchte ich Euch allen bei dieser Gelegenheit meinen von Herzen kommenden Dank ausdrücken, die ihr sehr geduldig in der Lage ward, dem zuzuhören, was ich zu sagen habe, und besonders möchte ich meinen Freunden in Europa meinen Dank aussprechen. Ich sollte ja jetzt schon in Europa sein, aber es ist nicht so geschehen, wie wir geplant hatten. Nichtsdestotrotz aber konnte mein Geist und meine Rede durch dieses Medium bei euch ankommen, und daher bin ich sehr glücklich. Ein jeder erfreut sich des Vollmondes da oben im Raum, und ich hoffe, dass auch ein jeder auf dieser Welt in der Lage sein wird, sich liebender Freundlichkeit und des Mitgefühls zu erfreuen. Ich drücke euch allen meine dankbaren guten Wünsche und meine Dankbarkeit aus."

(das englische Transkript ins Deutsche übersetzt von Sylvester Lohninger)

DAS NEUE BUCH - Neuerscheinung in deutscher Übersetzung:

DIE ZUKUNFT IST JETZT - 108 Ratschläge um eine bessere Welt zu schaffen 

Das Buch vom XVII. Karmapa ist jetzt im Online-Handel erhältlich. Es enthält 250 farbige Seiten.

ISBN: 978-3-85466-069-9. Klick:  BUCH JETZT BESTELLEN

In seinem Buch zeigt der Karmapa, wie die Weisheit einer uralten Tradition mit unseren jetzigen, temporeichen und global verbundenen Leben in Resonanz steht. Seine Ratschläge, Einsichten und Reflexionen zu einem weiten Bereich von Themen, die sich über die Umwelt und soziale Verantwortlichkeit bis hin zu Beziehungen und Freiheit erstrecken, stehen vor dem kontrastreichen Hintergrund kraftvoller und oft unerwarteter zeitgenössischer Bilder, welche die zeitlosen Lehren des Tibetischen Buddhismus illustrieren.  

 

Seine Heiligkeit der Karmapa wird als einer der wichtigsten tibetischen Lamas nach Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama und als eine vielversprechende Hoffnung für das Überleben des tibetischen Buddhismus und seiner Kultur angesehen.

Aufruf des XVII. Gyalwang Karmapa zum Gedenken an die Opfer und zur Unterstützung für die Überlebenden des Erdbebens vom 14. April 2010 in der Provinz Qinghai
An die Quelle der Zuflucht, die ozeangleiche Versammlung der Sangha:

Wie Ihr alle bereits erfahren habt, hat ein verheerendes Erdbeben die Gegend Yushu in Tso-ngön (Provinz Qinghai) erschüttert. Das Erdbeben hat das Leben von Tausenden von Menschen und Tieren ausgelöscht und hat viele Überlebende mit schweren Verletzungen und tiefen, traumatischen Erschütterungen am Körper und Geist, hinterlassen. Darüber hinaus hat das Thrangu-Kloster die Zerstörung des Haupttempels und dessen kostbaren Inhalte erlitten, sowie den Tod zahlreicher Mitglieder der Klostergemeinschaft. Kurz gesagt: die Region und seine Bewohner haben unerträgliche Verluste erlebt. Bitte, gedenket den Überlebenden und Verstorbenen mit Liebe und Zuneigung. Ich bitte Euch in Demut, betet für sie und widmet Ihnen Eure Verdienste, mit einem Herzen voll großem Mitgefühl.

Der XVII. Gyalwang Karmapa, am 26. April 2010 

Botschaft zum verheerenden Erdbeben in der Region Yushu in Tso-ngön (Qinghai) 

14. April 2010: Es hat mich äußerst betrübt, von dem katastrophalen Verlust menschlichen Lebens und den schweren Zerstörungen durch das jüngsten Erdbeben in der Region von Yushu in Tso-ngön (Provinz Qinghai) zu hören. Ich leite zur Zeit eine Gruppe von Kagyü-Klöstern in Indien, Nepal, Bhutan und anderen Gebieten an, in Gebeten und positiven verdienstvollen Aktivitäten, die den Verstorbenen gewidmet werden, sodass ihre Ängste und die Übergänge zwischen Leben und Tod erleichtert werden mögen. Ich bringe auch meine Gebete dar für alle Meister jedweder spirituellen Linie Tibets, die vielleicht ihr Leben verloren haben.

Auch die Überlebenden dieser Tragödie halte ich in meinen Gedanken, und ich hoffe, dass Hilfe sie rasch erreichen wird. Die wir Zeugen sind der Härten zyklischer Existenz, mögen wir alle in der Lage sein, unsere Bemühungen in bedeutungsvoller Weise auszuweiten, zum Wohle der Lebenden wie der Toten. Ich bringe meine tief im Herzen gefühlte Hoffnung dar, dass alle, die von diesem schweren Unglück betroffen sind, eine rasche Linderung des Schmerzes ihrer Trennung von jenen, die sie lieben, erfahren mögen.

Der Karmapa, Ogyen Trinley Dorje

Erklärung vom Administrationsbüro S.H. des Karmapa – Betreffend: Unterschriftensammlung „Befreit Seine Heiligkeit den Karmapa“

23. April, 2010: Seine Heiligkeit der 17. Gyalwang Karmapa und der Tsurphu Labrang (das Administrationsbüro des Karmapa) haben in Erfahrung gebracht, dass im Internet unter dem Titel „Befreit Seine Heiligkeit Karmapa“, eine Unterschriftensammlung für eine weltweite Petition verbreitet wird, gerichtet an die Regierung von Indien. In dieser Petition sind falsche Anschuldigungen vorgebracht. Es ist richtig, dass die für Ende Mai vorgeschlagene Dharma-Tour des Karmapa nach Europa nicht genehmigt wurde. Es ist aber nicht korrekt, dass dem Gyalwang Karmapa in Indien irgendwelche Einschränkungen oder Zwänge auferlegt werden, oder er irgendwelchen Schikanen ausgesetzt ist. Aus diesem Grunde weisen Seine Heiligkeit der 17. Gyalwang Karmapa und der Tsurphu Labrang diese unbegründeten Anschuldigungen ab. Seit der Ankunft Seiner Heiligkeit in Indien in 2000, erlebte der Karmapa große Beachtung und Herzlichkeit von der Regierung und den Menschen in Indien. Es wurde ihm - mit Ausnahme einiger Grenzregionen zu China- Bewegungsfreiheit zugestanden. Der Karmapa und der Tsurphu Labrang sind dankbar für all’ die Großzügigkeit, Wohlwollen und Unterstützung, die er von dem indischen Volk und der indischen Regierung erhalten hat.

Lama Phuntsok, Direktor für Kommunikation und Information

Zur Ablehnung der Europa-Tour: Botschaft des XVII. Gyalwang Karmapa

7. April 2010: Soweit ich weiß, hat der Koordinator von Karmapa in Europe 2010 bereits alle informiert, dass mein beabsichtigter Besuch aus Gründen außerhalb meiner Kontrolle abgesagt werden musste. Ich hatte mich so sehr darauf gefreut, meine europäischen Schüler zu treffen, Eure Dharma Zentren zu besuchen, Belehrungen zu geben und die Möglichkeit zu haben, meine eigenen Eindrücke und Einsichten in die große Vielfalt des europäischen Lebens und dessen Kultur zu gewinnen. Ich hatte mich von ganzem Herzen auf diesen Besuch vorbereitet und Ihr werdet verstehen, dass ich auch traurig und enttäuscht war, als ich hörte, dass ich dieses Mal nicht kommen kann. Ich hoffe jedoch, dass es sich nur um eine einstweilige Verzögerung handelt, so dass ich auf jeden Fall in der Lage sein werde, in allernächster Zukunft Europa zu besuchen. Jetzt bleibt mir noch der Ausdruck meiner Dankbarkeit an Ringu Tulku und Euch alle in den verschiedenen Ländern und Dharma Zentren, die Ihr so hart gearbeitet habt, um den Besuch vorzubereiten. Lasst Euch versichern, dass Eure Arbeit nicht umsonst oder vergeudet war. Durch diese Bemühungen habt Ihr einen kraftvollen Samen gesät – und wenn er aufgeht, wird meine Absicht, nach Europa zu kommen, erfüllt werden. In der Zwischenzeit bleiben mein Streben und meine Vision fest. Ich bin entschlossen, in den Fußstapfen des 16. Gyalwang Karmapa zu folgen, Verbindungen mit langjährigen Schülern zu erneuern und eine engere Beziehung mit all meinen europäischen Freunden der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu schmieden.

XVII. Gyalwang Karmapa, Ogyen Trinley Dorje,

Gyuto Tantric University, Himachal Pradesh, India

Mitteilung des Kagyü-Office bezüglich der abgesagten Europa-Tour

20. April 2010: Das Verwaltungsbüro des Karmapa (Tsurphu Labrang) möchte hiermit sein ernsthaftes Bedauern und Traurigkeit darüber zum Ausdruck bringen, dass die Dharma Tour Seiner Heiligkeit des 17th Gyalwang Karmapa nach Europa nicht stattfinden kann, aus Gründen, die bisher noch nicht eröffnet wurden. Wir sind uns darüber im Klaren, dass dies eine Menge Enttäuschung und Frustration hervorgebracht hat. Wir würden jedoch die vielen Anhänger und Verehrer Seiner Heiligkeit bitten, sich ein Herz zu fassen und keine abfälligen Bemerkungen über eine bestimmte Organisation oder Regierungsabteilung bezüglich der Absage der Tour zu verbreiten. Wir möchten uns bei der indischen Regierung für alle Hilfe, Gastfreundschaft und Güte bedanken, die Seine Heiligkeit der Gyalwang Karmapa von ihr erhalten hat, seit er im Jahre 2000 in Indien ankam. Wir bedanken uns auch beim Ehrwürdigen Ringu Tulku und den Organisatoren der europäischen Dharma Tour, die über viele Monate so viel Zeit und Mühe investiert haben, trotz ihrer vollen Zeitpläne und anderen Verpflichtungen. Die Mitteilung Seiner Heiligkeit besagte: "Ich hoffe jedoch, dass es sich nur um eine einstweilige Verzögerung handelt, so dass ich auf jeden Fall in der Lage sein werde, in allernächster Zukunft Europa zu besuchen." Wir bitten Alle darum, in diesem Sinne ruhig und gefasst zu bleiben.
Lama Phuntsok
Director für Information & Kommunikation, Tsurphu Labrang (HH the Karmapa's Office of Administration)
Gyuto Tantrac University, Dharamshala, H.P., India

Liebe Dharma-Freunde, mit tiefer Betroffenheit teile ich Euch mit, dass der geplante Besuch Seiner Heiligkeit des XVII.Karmapa von der indischen Regierung nicht genehmigt wurde. Geplant war die Reise vom 27.Mai-2.Juli in neun Länder Europas. Das Kagyü-Office, Verwaltungsbüro des Gyalwang Karmapa, wurde am 3.April 2010 durch die tibetische Exilregierung über diese Entscheidung informiert. Derzeit werden sorgfältig die Gründe untersucht, warum dieser Besuch nicht stattfinden kann und welche positive Bedingungen notwendig sind, um die Reise in der nahen Zukunft möglich zu machen.
Ich weiß, dass eine große Anzahl Anhänger und Freunde in Europa sehnsüchtig den Besuch des Gyalwang Karmapa erwartet haben und nun sehr enttäuscht und traurig sind.
Ich möchte bei dieser Gelegenheit allen Organisatoren, freiwilligen Helfern und Sponsoren danken, die in den letzten Monaten so hart gearbeitet haben, um die Reise vorzubereiten. Eure Zusammenarbeit und Unterstützung haben alle Erwartungen übertroffen. Ich hoffe und bete, zusammen mit Euch allen, dass der Besuch in der nahen Zukunft stattfinden kann, und dass wir alle die Unterweisungen des Gyalwang Karmapa in Europa erhalten können.

Ringu Tulku, Koordinator des Karmapa-Besuches in Europa

Liebe Freunde und Besucher, willkommen auf der neuen Webseite des Karmapa in Europa. Wir hoffen, einen wundervollen Austausch und ein Netzwerk der europäischen buddhistischen Zentren zu schaffen. Bitte unterstützen Sie uns mit ihren Vorschlägen und Informationen. Bilder im jpg-Format und interessante Texte sind sehr willkommen (bitte benutzen Sie E-mail und die Blogs). Wir wünschen Ihnen viel Freude und Inspiration durch den Besuch der Webseite!

BOTSCHAFT DES KARMAPA AN EUROPA

In vielen europäischen Ländern gibt es zahlreiche Schüler, die mit der Karma Kagyu Schule des tibetischen Buddhismus verbunden sind, und auch viele Menschen die eine direkte Verbindung mit dem Karmapa haben. Viele von ihnen haben es sich seit zwanzig oder dreißig Jahren gewünscht und darauf gewartet, dass ich nach Europa komme. Dies wurde zu einem sehr wichtigen Lebenszweck für mich. Seit meiner Kindheit habe ich diesen Wunsch stark in meinem Herzen getragen. In diesem Jahr gibt es die große Hoffnung, dass ich in der Lage sein werde, Europa zu besuchen. Das ist eine freudige Nachricht für mich und diejenigen, die mich eingeladen haben. Ich hoffe und wünsche, dass dieses Jahr all unsere Erwartungen und Bestrebungen, in Europa zusammenzutreffen, erfüllt werden.

All die Zentren und Schüler haben sich schon über eine lange Zeit vorbereitet, indem sie Bitt- und Wunschgebete für meine Reise dorthin ausführen. Ich bin Euch allen sehr dankbar. Ich hoffe und wünsche mir, Europa zu besuchen, nicht nur in diesem Jahr, sondern auch viele Male in der Zukunft.

Es ist sehr schwer, sich an vergangene Leben zu erinnern. Obwohl es unzählige vergangene Leben geben mag, ist es nicht notwendig, dass wir uns an sie erinnern, denn es gibt so viele komplizierte Hürden zwischen den Leben und viele karmische Trübungen. Aber als ich noch sehr jung war, schaute ich mir viele Kinderbücher aus Europa an und hatte manchmal, inspiriert durch diese Lektüre, ein Erlebnis, als sei ich in der natürlichen Umgebung des altertümlichen Europa, wo ich auf sehr angenehme und glückliche Weise lebte.

Ich glaube, das Wichtigste ist, in den Fußstapfen des 16. Karmapa zu folgen. Welche Aktivitäten er auch begonnen hat, welche Eindrücke oder Abdrücke er mit seinem Körper, seiner Rede und seinem Geist in Europa hinterlassen hat, ich möchte sie weiterverfolgen, seine Aktivitäten fortsetzen und in meinen Schülern ein gutes Fundament legen. Das ist mein erster Wunsch.

Zweitens, als ein buddhistischer Anführer des 21. Jahrhunderts hoffe ich außerdem, nicht nur auf äußerlichen materiellen Fortschritt hinzuarbeiten, sondern auf das innere Glück und Wohlergehen der Menschen dieser Welt. Ich hoffe, einen Weg zu finden, äußere Entwicklungen als Mittel zur Entwicklung von innerem Frieden, innerer Freude zu schaffen. Dahin richten sich meine Hoffnung und meine Bemühungen.

Es ist nicht nur so, dass ich die westliche Kultur mag, aber ich betrachte mich als jemand, der eine große Liebe für die westliche Zivilisation verspürt. Ich hege eine besonders große Bewunderung für westliche Technologie, Dichtkunst und viele Dinge, die in Europa geschehen sind. Die Geschichte Europas bewegt mich sehr und ich studiere sie ständig mit großem Interesse.

Ich bin davon überzeugt, dass alle Religionen versuchen, alle Menschen der Welt aus dem Schlummer der Unwissenheit zu befreien und sie den Fakten der Realität näher zu bringen. Ich vertraue völlig darauf, dass die christliche Religion, wie alle anderen, auch darauf hin arbeitet, den Samen des Wohlergehens und des Glücks für die gesamte Menschheit zu säen. Als ein Buddhist und als ein Mensch betrachte ich Liebe, Güte, gegenseitige Zuneigung und Freundschaft als einige der wichtigsten und natürlichsten Eigenschaften des menschlichen Lebens. Ich denke, dass alle Religionen versuchen, auf die Entwicklung dieser Eigenschaften in allen Wesen hinzuarbeiten. Ich glaube daran, dass die Religionen sich bemühen, positives Verhalten und positive Inspirationen der Menschen zu fördern und glaube deshalb, dass sie sehr nutzbringend sind.

Ich denke, die Welt bewegt sich sehr schnell zusammen. Kommunikation wird sehr schnell. Verstehen und Verständigung zwischen Osten und Westen wachsen und durch diese Bewegung wird das Konzept klarer, dass die gesamte Welt eins ist. Deshalb wird es für uns alle sehr wichtig, über die ganze Welt nachzudenken und zu versuchen, zum Nutzen Aller zu arbeiten. Ich selbst versuche auch, so sehr wie möglich auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Ich denke, es ist eine derzeitige Notwendigkeit für uns alle, dies zu tun.

Ich habe kein besonderes Bestreben, den Buddhismus zu verbreiten. Für diejenigen, die Verbindungen mit dem Dharma besitzen, habe ich die Verantwortung und die Pflicht, zu arbeiten um ihnen die Dharma Praxis zu bringen. Das ist meine Verantwortung. Ich bin bereit und warte darauf, Euch all meine Dienste und Anleitungen in Einklang mit dem Dharma zu geben. Ob man es Dharma nennt oder nicht, die Hauptsache ist, ein guter Mensch zu sein, gute Gedanken zu hegen und positive Handlungen auszuführen, allen Wesen von Nutzen zu sein. Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Name der Religion oder des Buddhismus nicht sehr nützlich ist. Es vermittelt den Eindruck, als ginge es um etwas Begrenztes oder Exklusives.

Diese Welt ist eine sehr große Familie mit Tausenden und Abertausenden von Wesen, und wir alle hängen voneinander ab. Es ist wichtig, dass wir einander respektieren und wertschätzen, unsere gegenseitige Bedeutung anerkennen.

Wir sollten versuchen, eine Welt mit Freundlichkeit und Liebe zu schaffen. Ich denke, in der Zukunft ist es die Verantwortung von uns Allen, eine gerechtere und liebevollere Welt zu schaffen. Ich würde gerne auf dieses Ziel hinarbeiten, nach meinen besten Möglichkeiten. Ich denke, dass es für uns alle wichtig ist, das Gleiche zu tun.

Der XVII. Karmapa, Ogyen Trinley Dorje

 

 

 

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